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Regionalliga-Krimi in Weende

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prewvolley.jpg
Kategorie:Volleyball
geschrieben von: Bernd Großkopf
Veröffentlicht am: 07. Februar 2010 13:28 - 371 Hits

Gegen SCU Emlichheim benötigt Weende wohl immer fünf Sätze. Die Voraussetzungen waren nicht günstig. Annabelle Arlt und Katha Schulz lagen im Krankenlager, Yvonne Türpitz hatte sich am Abend zuvor beim Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Das Video zum Spieltag: http://www.youtube.com/watch?v=evRe7_OvdJ8

Die wichtige Aufgabe der Zuspielerin musste Ania Lockemann übernehmen und hat sich von Satz zu Satz in der Aufgabe gesteigert. Nicht nur mit ihren Pässen hat sie das Rogalski-Team zum Sieg geführt, sondern auch mit einer starken Abwehrleistung!
Der erste Satz begann recht ausgeglichen aber sehr nervös. Bis 11:11 waren die Teams meist im Gleichstand. Nach Eigenfehlern bei Emlichheim gab es eine Auszeit. Von da an bauten die Grafschafterinnen eine leichte Führung von zwei bis drei Punkten aus und konnten diese bis zum Schluss halten. 21:25 das Satzende.
Der zweite Durchgang begann ungünstig mit Fehlern auf Weender Seite. Bei 4:8 musste Frank Rogalski schon eine Auszeit nehmen. Dann kamen starke Angaben von der angeschlagenen Yvonne Türpitz. Auszeit auf Emlichheimer Seite und Weende spielte stark mit Angriffen von Silke Kießling und Christine Pieper. Auffällig agierten Berit Düvell und Tinka Rinka auf der Mitte. Starke Blocks und Angriffe wechselten. Die Gleichstände 16:16 und 17:17 hielten lange an. Emlichheim griff noch einmal erfolgreich zur Auszeit und konnte gleich danach auf 17:20 abziehen. Letzte Chance zu diesem Spielstand mit einer Auszeit für Weende um den Spielfluss des SCU zu bremsen. Es half! Gute Blockarbeit und ein starker Mittelangriff von Anika Müller über die Mitte - 21:21. Jetzt ging es sehr lautstark zu im Weender Volleyballcenter. Sehr gute Kampfszenen auf beiden Seiten! Das Glück lag wieder auf Emlichheimer Seite. 23:25 das Satzende.
In der Satzpause nach dem 2. Satz gab es einen sehenswerten Auftritt vom Tuspo-Akrobatik-Duo mit Helge Wenzel und Karoline Jobst und der Top-Sponsorvorstellung der Fielmann-Filiale Göttingen mit dem Geschäftsführer Herrn Martin Gebker, der die Tuspo Jugendarbeit beispielhaft fördert!
3. Satz: "Jetzt oder nie" - die Ansage vom Coach. Doch Emlichheim ging mit 2:5 in Führung. Auszeit Weende. Danach gab es jede Menge Eigenfehler bei Emlichheim. Ein starker Außenangriff von Yvonne Türpitz und eine Angabenserie von Tinka Rinke. Emlichheim war von der Rolle. Bei 12:11 stieg Claudia Rausch zum Angriff auf, bemerkte auf dem Höhepunkt ihrer Flugbahn ein "Loch" in der Emlichheim Abwehr und legte ganz einfach im oberen Zuspiel den Ball vor die Füße der jungen Emlichheimerinnen. Dieser einfache, aber überlegte Ball war der Schlüssel zur Wende. Die Eigenfehler häuften sich bei Emlichheim. Für den niederländischen Coach gab es nach vorausgegangener Ermahnung eine gelbe Karte, d.h. Punktgewinn für Weende. Die Halle tobte, denn das "Jetzt oder nie" schien zu funktionieren. Ein starkes Kampfspiel brachte Weende den dritten Satz ein - 25:20. - Ein Glück!
Jetzt war Weende in Fahrt und nutze den Schwung im vierten Satz sofort. Die Stationen: 4:0 (Auszeit Emlichheim), 8:1 (Berit Düvell kurz über die Mitte), 12:5 (Yvonne Türpitz mit einem Kracher über Außen!!! und zweite Auszeit Emlichheim), 16:8 (Claudia Rausch gönnte über Außen dem Leder keine Pause). Weende wurde von den Fans lautstark getragen, alles lief sehr gut. Emlichheim kam nicht mehr ins Spiel. Zum Schluß stand es 25:14!
Beim Tiebreak zwang Claudia Rausch mit zwei starken Angriffen Emlichheim schon beim 2:0 zur Auszeit. Der Emlichheimer Coach wusste genau, was bei Weende in eigener Halle los war. Er wollte Weendes Angriffswellen stören. Die Emlichheimerinnen brachten in dieser Phase keinen Ball mehr. In der Feldabwehr agierte Libera Daniela Hartwich zuverlässig und brachte die Bälle präzise in die Hände von Zuspielerin Ania Lockemann. Den Seitenwechsel bei 8:4 leitete Yvonn Türpitz mit dem Angriff des Tages ein. Es grenzt an ein Wunder, dass der Spielball danach nicht ausgewechselt werden musste... Von vielen Zuschauern unbemerkt, handelte sich SCU-Coach Gerjan Heerkes in dieser Phase eine rote Karte ein. Er musste sich das Spiel von Außen anschauen und durfte nicht mehr agieren (Anm.: Emlichheim muss das nächste Spiel ohne Coach spielen!). Bei den SCU-Spielerinnen gab es jetzt eine Trotzreaktion, sie fanden auch ohne Trainer ins Spiel. Das musste Frank Rogalski unterbinden und zog bei 8:6 eine Auszeit. Das war der Anfang vom glüchlichen Ende, denn mit einer Extraeinlage ließ sich die kampfstarke Weender Mannschaft nicht mehr bremsen. 15:11 das Satzende.
Eine überglückliche Tuspo-Mannschaft zeigte sich zum Schluss den Göttinger Zuschauern. "Ohne diese tolle Kulisse in der Weender Halle hätten wir das Spiel vielleicht nicht mehr gedreht", so der freudige Coach mit Dank an die Fans.

Am 27. Februar um 19:30 Uhr haben die Göttinger Fans letztmalig in dieser Saison die Chance, das Team um Tinka Rinke&Co. in dieser Besetzung und zu Hause in eigener Halle zu sehen. Danach gibt es nur noch ein Auswärtsspiel am 14. März in Osnabrück.

Außenangriff von Christine Pieper

Außenangriff Yvonne Türpitz

Block von Christine Pieper und Berit Düvell

erfolgreicher Doppelblock von Claudia Rausch und Berit Düvell

klare Ansage in der Auszeit von Coach Frank Rogalski

Das Tuspo-Akrobatik-Duo in der Satzpause vor Weender Zuschauern

Weender Fans in Aktion

(alle Fotos Bernd Großkopf)


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