Nur sechs Wochen nach der ärgerlichen Heimspielniederlage gegen den MTV
Grone sollte am 30. Januar die Revange folgen. Doch die Frauen der 2.
Mannschaft brauchten zu lange, um gegen die direkten
Tabellennachbarinnen in Gang zu kommen.
Den Anpfiff schienen die Weender Damen verpasst zu haben. Schnell gingen die starken Gronerinnen in Führung. Auch die Auszeiten bei den schon entmutigenden Spielständen von 3:8 und 3:12 aus Weender Sicht brachten keine Besserung. Trauriger Endstand dieses ersten Satzes: 10:25. Nun galt es, den ersten Satz zu vergessen und im zweiten anders, ganz anders aufzutreten. Doch die Vorsätze waren leichter gefasst als umgesetzt. Ein extrem dünner Kader von nur sieben Spielerinnen gab kaum Möglichkeit zum Auswechseln. Auch im zweiten Satz glänzte Grone mit einer sehr sicheren Annahme. Den dadurch ermöglichten scharfen Angriffen sowie den extrem platzierten Aufschlägen hatte Weende auch im zweiten Durchgang nichts entgegenzusetzen und ging mit einem 15:25 vom Platz. Jetzt zuckte es der Mannschaft durch alle Glieder: Mit so einer Vorstellung können wir uns doch nicht geschlagen geben! An eine den Gronerinnen spielerisch ebenbürtigen Leistung aus dem Hinspiel galt es anzuknüpfen. Die Angst vor der Blamage schien doch noch einmal Kräfte freizusetzen. Wie verwandelt startete Tuspo in den dritten Satz. An der Abwehr haperte es zwar nach wie vor, dennoch steigerte sich der Kampfeswille und es gelang Weende immer wieder, den Spielerinnen aus Grone die Bälle genauso um die Ohren zu hauen, wie diese es in den ersten zwei Sätzen vorgemacht hatten. Die erste Auszeit nahm nun Grone beim 12:15. Sie half nichts, den ganzen Satz lang führte Weende mit knappen, aber stabilen ein bis drei Punkten Vorsprung. Doch gegen Satzende schien Tuspo auf einmal Angst vor dem Satzgewinn zu haben. Nach einer der gewohnten Drei-Punkt-Führungen beim 18:15 kam Grone auf 18:17 heran. Trainer Patryk Pochopien konnte mit einer Auszeit nichts mehr aufhalten und Grone zog vorbei bis zum 20:18. Tuspo erkämpfte sich zwar noch ein 20:20, konnte dann aber nicht mehr mithalten und vergab den letzten Satz mit 25:21. 3:0 hieß der niederschmetternde Endstand mit noch niederschmetternderer Leistung auf der Weender Seite. Festzuhalten bleibt die beeindruckende Moral, mit der sich Weende im dritten Satz noch einmal aufrappelte und eine starke Steigerung hinlegte. Doch Grone blieb mit sehr cleverem und konzentrierten Spiel an diesem Tag die bessere Mannschaft.

Weende II im Angriff 
Anweisung vom Trainer: Da musst Du hin... |